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Stellenangebote, Ausbildung und Praktika

Symbolbild Stelleausschreibung © Sächsisches Staatsarchiv

Im Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsministeriums des Innern ist beim Sächsischen Staatsarchiv, Abteilung 4 »Staatsarchiv Chemnitz«, der Dienstposten eines Referenten (m/w/d) im Referat 42 »Archivgut Südwest-Sachsen« frühestens zum 1. Mai 2020 unbefristet zu besetzen.

Stellenausschreibung

Kennziffer 773

Das Staatsarchiv Chemnitz ist als Abteilung 4 des Sächsischen Staatsarchivs zuständig für die Unterlagen der Behörden, Gerichte und sonstigen öffentlichen Stellen des Freistaates Sachsen sowie ihrer Rechts- und Funktionsvorgänger im ehemaligen Zuständigkeitsbereich der Direktion Chemnitz. Den Schwerpunkt der Überlieferung bilden Unterlagen der Wirtschaft, die in besonderer Weise die europäische Bedeutung der Wirtschaftsregion Chemnitz seit der Industriellen Revolution widerspiegeln, und von Parteien und Massenorganisationen aus der Zeit von 1952 bis 1990.

Zudem übernimmt das Staatsarchiv Chemnitz für das gesamte Sächsische Staatsarchiv immer wieder innovative Pilotfunktionen, u. a. mit der Einführung IT-gestützter Benutzer- und Beständeverwaltung.

Das Staatsarchiv Chemnitz ist seit 2013 in einem sanierten, denkmalgeschützten Industriegebäude mit Magazinneubau untergebracht und bietet mit seinen großzügigen und freundlichen Räumlichkeiten und seiner Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr beste Arbeitsbedingungen.

Zu Ihren Arbeitsaufgaben gehören insbesondere:

  • Erarbeiten von Konzepten zur Erschließung zentraler Bestände der Wirtschaft und von Parteien und Massenorganisationen der DDR, auch unter Einbindung Dritter (Wissenschaft, Crowd),
  • eigenständiges Planen und Durchführen der Erschließung von schwierigen Beständen, deren Komplexität die Anwendung archivwissenschaftlicher Kenntnisse erfordert,
  • eigenständiges Planen und Durchführen von Retrokonversionsvorhaben einschließlich Anleitung von Drittkräften,
  • verantwortliche Mitarbeit bei der Entwicklung von zukunftsweisenden Benutzungskonzepten,
  • Beraten von Benutzern und Beantworten schwieriger Anfragen,
  • eigenständiges Planen und Durchführen von abteilungsbezogenen Maßnahmen im Aufgabenbereich der Digitalisierung,
  • konzeptionelles Umsetzen landeseinheitlicher Grundsätze der Bestandserhaltung sowie Planen, Koordinieren und Kontrollieren abteilungsbezogener Bestandserhaltungsmaßnahmen
  • Abwesenheitsvertretung des Referatsleiters 42.

Die Aufgabenerfüllung erfordert die Fähigkeit zum selbstständigen, kooperativen und konzeptionellen Arbeiten, eine effiziente Arbeitsorganisation mit der Fähigkeit zur Prioritätensetzung und zielführenden Arbeitsweise, eine hohe Flexibilität und Belastbarkeit sowie Kommunikationsfähigkeit.

Zwingende Voraussetzung für Ihre Tätigkeit ist (bitte Nachweis beifügen):

Die laufbahnrechtliche Befähigung für die zweite Einstiegsebene der Laufbahngruppe 2 der Fachrichtung Allgemeine Verwaltung, Schwerpunkt Archivdienst. Das Vorliegen dieser Voraussetzung muss spätestens zum Einstellungszeitpunkt nachgewiesen werden.

Von Vorteil sind:

  • praktische Berufserfahrung im Archivwesen,
  • abgeschlossene Promotion,
  • verwaltungswissenschaftliche, wirtschafts- und sozialgeschichtliche sowie regionalgeschichtliche Kenntnisse,
  • Kenntnisse in der Schriftgutverwaltung.

Der Dienstposten ist der zweiten Einstiegsebene der Laufbahngruppe 2 zugeordnet. Nach Vorliegen der persönlichen Voraussetzungen erfolgt die Vergütung nach Entgeltgruppe 13 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Bei Vorliegen der persönlichen Voraussetzungen besteht die Möglichkeit der Verbeamtung. Für Beamte (m/w/d) bietet der Dienstposten je nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung sowie im Rahmen der zur Verfügung stehenden Planstellen Aufstiegsmöglichkeiten bis Besoldungsgruppe A 14 der Besoldungsordnung A des Sächsischen Besoldungsgesetzes.

Da es ein besonderes Anliegen der staatlichen Verwaltung ist, den Anteil von Frauen in der zweiten Einstiegsebene der Laufbahngruppe 2 zu erhöhen, werden Frauen besonders aufgefordert, sich zu bewerben.

Auf die bevorzugte Berücksichtigung von schwerbehinderten Menschen (m/w/d) bei Vorliegen gleicher Eignung wird geachtet. Schwerbehinderte Menschen oder ihnen gleichgestellte Bewerber (m/w/d), die die o. g. Voraussetzungen erfüllen, werden daher ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Der Bewerbung ist ein Nachweis der Schwerbehinderung oder Gleichstellung beizufügen.

Soweit Sie die vorgenannten Voraussetzungen erfüllen, bitten wir Sie um Zusendung Ihrer aussagefähigen Bewerbungsunterlagen unter der Kennziffer 773 bis zum 26. Februar 2020 an das Sächsische Staatsministerium des Innern, Personalreferat, Wilhelm-Buck-Straße 2, 01097 Dresden. bzw. per E-Mail als pdf-Datei an Bewerbungen@smi.sachsen.de. Informationen zum Zugang für verschlüsselte/signierte E-Mails/elektronische Dokumente sowie De-Mail finden Sie unter https://www.smi.sachsen.de/kontakt.htm. Sie werden zusätzlich gebeten, Ihre Zustimmung zur Einsichtnahme in die Personalakte zu erteilen. Datenschutzrechtliche Informationen zur Bewerberdatenverarbeitung finden Sie auf unserer Internetseite https://www.smi.sachsen.de/datenschutz-informationspflichten.html. Als Ansprechpartnerin steht Ihnen Frau Yousef, Telefon 0351/564-31237, zur Verfügung.

Ausbildung der Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Archiv

Die Ausbildung im Sächsischen Staatsarchiv erfolgt im Staatsarchiv Leipzig. Sie dauert drei Jahre. Zwei Drittel der Ausbildungszeit werden im Ausbildungsarchiv, ein Drittel im Blockunterricht von zwei bis vier Wochen an der Gutenbergschule Leipzig absolviert.

 

Grundlage für die Ausbildung ist die Ausbildungsverordnung vom 3. Juni 1998, die den Ausbildungsrahmenplan enthält. Dieser wird durch den Ausbildungsplan im Sächsischen Staatsarchiv konkretisiert. Zu den Ausbildungsinhalten gehören das Beschaffen, Erschließen, Vermitteln und Bereitstellen von Medien. Die Azubis erlernen konservatorische Maßnahmen zur Erhaltung von Archivgut und arbeiten im Magazinbereich und im Benutzerdienst. Dabei nutzen sie vielfältige technische Geräte zur Bereitstellung der Unterlagen für die Benutzer und zur Anfertigung von Reproduktionen. Sie erschließen Bestände mit Hilfe der archivischen Spezialsoftware und sind beteiligt an Bewertungsverfahren.

Voraussetzungen für eine Bewerbung um eine Ausbildungsstelle sind u. a.

  • ein guter bis sehr guter Abschluss der Realschule oder des Gymnasiums
  • gute bis sehr gute Leistungen in den Fächern Deutsch und Geschichte
  • gute Sprachkenntnisse, insbesondere der englischen Sprache
  • gute Allgemeinbildung
  • ausgeprägtes Interesse am Zeitgeschehen.

Außerdem werden gute Kommunikations- und Organisationsfähigkeiten sowie die Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten und zur Teamarbeit erwartet.

Das Ausbildungsentgelt wird nach dem Tarifvertrag für Auszubildende der Länder in Ausbildungsberufen nach dem Berufsbildungsgesetz (TVA-L BBiG) gezahlt. Ein Übernahmeanspruch nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung besteht nur bei dienstlichem Bedarf im Rahmen der besetzbaren Stellen.

Nächste Einstellungstermine: 01.09.2021

 

Weitere Informationen erhalten Sie über nachstehende Links:

Wissenschaftliche, verwaltungsinterne Ausbildung im Archivdienst

Mit der »Verordnung des Sächsischen Staatsministerium des Innern über die Ausbildung und Prüfung im Vorbereitungsdienst der Fachrichtung Allgemeine Verwaltung mit dem fachlichen Schwerpunkt Archivdienst im Freistaat Sachsen« (Sächsische Ausbildungs- und Prüfungsordnung Archivdienst – SächsAPOArchiv) vom 28. März 2017 wurde die archivarische Fachausbildung sowohl der ersten Einstiegsebene der Laufbahngruppe 2 (ehemals gehobener Archivdienst) als auch der zweiten Einstiegsebene der Laufbahngruppe 2 (ehemals Ausbildung im höheren Archivdienst) in einer gemeinsamen Ausbildungs- und Prüfungsordnung  zusammengefasst und neu geregelt.

Diese Fachausbildung erfolgt auf der Grundlage der in den §§ 1 bis 27 der SächsAPOArchiv niedergelegten Regelungen. Wichtige Zulassungsvoraussetzungen erfüllt, wer das 42. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, die Fachhochschulreife, die allgemeine Hochschulreife oder einen gleichwertigen Bildungsstand nachweist und Kenntnisse der lateinischen und französischen Sprache besitzt.

Der Vorbereitungsdienst für die erste Einstiegsebene der Laufbahngruppe 2 beginnt im Oktober. Er dauert drei Jahre und gliedert sich in eine fünfzehnmonatige praktische Ausbildungsphase, die überwiegend am Hauptstaatsarchiv Dresden absolviert wird, ein zweimonatiges Fachstudium  der Verwaltungswissenschaft an der Hochschule Meißen (FH) und ein anderthalbjähriges Fachstudium der Archivwissenschaft an der Archivschule Marburg – Hochschule für Archivwissenschaft. Einstellungsbehörde ist das Sächsische Staatsarchiv. Ein Anspruch auf spätere Einstellung wird durch die Ausbildung nicht begründet.

Nächste Einstellungstermine: 01.10.2022

Diese Fachausbildung erfolgt auf der Grundlage der in den §§ 1 bis 8 und §§ 28 bis 34 der SächsAPOArchiv niedergelegten Regelungen. Die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt, wer u.a. das 42. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, ein Hochschulstudium der Geschichte, Rechtswissenschaft oder anderer für den Archivdienst geeigneter Fachgebiete mit mindestens dem Masterabschluss, einem diesem entsprechenden Diplomgrad oder der Ersten Juristischen Staatsprüfung abgeschlossen hat sowie angemessene Kenntnisse der lateinischen und französischen Sprache nachweist. Die Promotion ist erwünscht.

Die im Mai beginnende zweijährige Ausbildung für die zweite Einstiegsebene der Laufbahngruppe 2 gliedert sich in vier Module der berufspraktischen Studien, die während eines achtmonatigen praktischen Ausbildungsabschnitts überwiegend am Hauptstaatsarchiv Dresden absolviert und jeweils mit einer Modulprüfung abgeschlossen werden, die Module der Fachstudien, die an der Archivschule Marburg – Hochschule für Archivwissenschaft zu absolvieren sind und das Transfermodul. Bei Letzterem ist für ein Problem aus der archivischen Praxis unter Zugrundelegung der in den Fachstudien erworbenen Kenntnisse mit wissenschaftlichen Methoden ein Lösungsvorschlag zu entwickeln. Einstellende Behörde ist das Sächsische Staatsministerium des Innern. Ein Anspruch auf spätere Einstellung wird durch die Ausbildung nicht begründet.

Nächste Einstellungstermine: 01.05.2021 / 01.05.2024

Archivpraktika

Wer sich für die Arbeit in einem Archiv interessiert, kann in einem Praktikum erste Kontakte zum Archivwesen knüpfen und erste Berufserfahrungen sammeln. Unter Anleitung erfahrener Archivare werden verschiedene Arbeitsbereiche eines Archives durchlaufen sowie verschiedene Aufgaben erläutert und geübt, um die Vielseitigkeit des Archivarsberufs kennenzulernen. Praktika sind oft der Einstieg in eine spätere Archivarsausbildung. Die Praktika können von vier Wochen bis zu mehreren Monaten dauern. Nach Abschluss des Praktikums stellt das Archiv eine Praktikumsbescheinigung aus.

Die Archivpraktika eignen sich für Studenten des Studienganges Archiv-Bibiothek-Dokumentation der Fachhochschule Potsdam sowie für Studenten der Geschichtswissenschaft und anderer Disziplinen. Bei Interesse an einem Praktikum wenden Sie sich bitte an die jeweilige Abteilung.

Konservatorisch-restauratorisches Vorpraktikum

Das Sächsische Staatsarchiv bietet im Archivzentrum Hubertusburg in Wermsdorf die Möglichkeit eines konservatorisch-restauratorischen Vorpraktikums von längstens zwölf Monaten.

Unter Anleitung erfahrener Restauratoren werden während des Vorpraktikums Kenntnisse und Fähigkeiten in folgenden Bereichen vermittelt:

  • konservatorische Arbeiten in der Zentralwerkstatt für Erhaltung von Archiv- und Bibliotheksgut
  • serielle Verfahren der Papierrestaurierung
  • Bestandserhaltung durch Schutzverfilmung von Archivgut
  • Umgang mit kinematografischen, videografischen und Schallarchivalien.

Bewerben können sich Interessierte, die ein Fachhochschul- bzw. Hochschulstudium aufnehmen möchten, für das als Zulassungsvoraussetzung in der Studien- oder Prüfungsordnung ein Vorpraktikum in diesem Bereich gefordert wird. Des Weiteren muss eine entsprechende Fachhochschul- bzw. Hochschulzugangsberechtigung bis zum Beginn des Vorpraktikums nachgewiesen werden.

Während des Vorpraktikums wird eine Vergütung im Rahmen der Praktika-Richtlinie der Tarifgemeinschaft deutscher Länder gewährt.

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